BOOTFITTING · PROBLEME EINORDNEN
Was steckt hinter deinen Skischuhproblemen?
Eine Beschwerde kann unterschiedliche Ursachen haben. Die Analyse steht deshalb vor der eigentlichen Maßnahme.
Problem → mögliche Ursachen → mögliche Lösungsansätze
Die folgenden Beispiele zeigen, welche Passformfragen wir untersuchen. Sie ersetzen keine persönliche Beurteilung und sind keine Diagnose. Wenn Beschwerden anhalten oder auch außerhalb des Skischuhs auftreten, lass sie medizinisch abklären.
HÄUFIGE FRAGEN
Wir schauen auf die Zusammenhänge.
Der Skischuh drückt
Mögliche Ansatzpunkte: Länge, Volumen, lokale Kontaktpunkte oder der Sitz von Einlage und Innenschuh kommen als Ansatzpunkte infrage.
So gehen wir vor: Wir lokalisieren den Druck, prüfen die Grundpassform und beurteilen erst danach eine Änderung von Einstellung, Einlage, Innenschuh oder Schale.
Die Ferse hebt sich
Mögliche Ansatzpunkte: Volumen im Fersenbereich, die Position des Fußes oder die Abstimmung des vollständigen Schuhs können eine Rolle spielen.
So gehen wir vor: Wir prüfen den Fersenhalt unter Belastung und beurteilen Modellwahl, Einlage und Innenschuh gemeinsam.
Die Füße werden kalt
Mögliche Ansatzpunkte: Kälteempfinden lässt sich nicht allein einer Schuheeigenschaft zuordnen. Enge, Verschluss, Socken und äußere Bedingungen werden mitbetrachtet.
So gehen wir vor: Wir prüfen Sitz und Druckverteilung und besprechen die Bedingungen, unter denen das Problem auftritt.
Zehen oder Fußbereiche werden taub
Mögliche Ansatzpunkte: Druck, zu wenig Platz oder die Position im Schuh können mögliche Ansatzpunkte für eine Passformprüfung sein.
So gehen wir vor: Wir prüfen die betroffene Stelle, Länge, Volumen und Verschluss. Eine Anpassung erfolgt erst nach dieser Beurteilung.
Druck am Knöchel
Mögliche Ansatzpunkte: Knöchelposition, Schalenform, Innenschuh und Fußposition können unterschiedlich zusammenwirken.
So gehen wir vor: Wir prüfen, wo der Kontakt entsteht und ob eine Änderung von Positionierung, Innenschuh oder Schale sinnvoll ist.
Druck oder Schmerzen im Vorfuß
Mögliche Ansatzpunkte: Breite, Volumen, Positionierung und die Abstimmung der Einlage können relevant sein.
So gehen wir vor: Wir beurteilen den verfügbaren Raum und die Passform unter Belastung, bevor wir eine Maßnahme auswählen.
Druck am Rist
Mögliche Ansatzpunkte: Verfügbare Höhe, Zungenposition, Einlage und Verschlusseinstellung gehören zu den Prüfpunkten.
So gehen wir vor: Wir prüfen den vollständigen Schuh, statt lediglich stärker oder schwächer zu schließen.
Beschwerden an Wade oder Schienbein
Mögliche Ansatzpunkte: Manschettenform, Kontakt zur Zunge und Bewegungsverhalten können unterschiedliche Ansatzpunkte bieten.
So gehen wir vor: Wir betrachten Unterschenkel und Manschette gemeinsam und beurteilen Haltung, Flex und Verschluss.
Der Schuh fühlt sich zu groß oder schwammig an
Mögliche Ansatzpunkte: Länge, Volumen, Halt im Innenschuh und die Position des Fußes müssen zusammen geprüft werden.
So gehen wir vor: Wir beurteilen zunächst die Grundauswahl. Eine ungeeignete Schale lässt sich nicht beliebig durch zusätzliche Polster ausgleichen.
Schmerzen oder Brennen unter dem Fuß
Mögliche Ansatzpunkte: Einlage, Fußposition und Druckverteilung sind mögliche Prüfpunkte, erlauben aber keine eindeutige Erklärung aus der Ferne.
So gehen wir vor: Wir betrachten Fuß, Einlage und Schuh unter Belastung und legen erst dann mögliche Änderungen fest.